Sturm am Monte Monaco

Das ist neu, es gibt Wanderschilder. Vor Jahren, als Richy und ich zum ersten Mal nach San Vito kamen, hatten wir uns eine Wanderkarte der Gegend gekauft. Einen mäßig genauen Plan der Umgebung. Der Pfad, der auf den Monte Monaco vom Ort aus führte, war kaum zu finden. Wahrscheinlich sind wir damals sogar daran vorbeigelaufen und auf einem völlig falschen Weg bergauf gestiegen.

Sturm am Monte Monaco

Der Monte Monaco oberhalb von San Vito lo Capo

Sturm am Monte Monaco

Da gehts lang

Sturm am Monte Monaco

Die Strasse führt in den Zingaro Nationalpark

Sturm am Monte Monaco

Hinten rechts der Gipfel

Spass an sinnlosen Dingen

Jedenfalls fanden wir uns in immer dichter werdendem Gestrüpp wieder. Ein kräftiger Regenguss beendete damals den Ausflug weit unterhalb des Gipfels.

Seitdem sind einige Jahre vergangen. Die Gemeinde hat sich in der Zwischenzeit ganz offensichtlich auf die immer zahlreicher werdenden Touristen aus Mittel- und Nordeuropa eingestellt, die einen nicht nachvollziehbaren Spaß an völlig sinnlosen Dingen wie Klettern, Wandern und auf Berge steigen zu haben scheinen.

Sturm am Monte Monaco

Der Gipfel kommt näher

Sturm am Monte Monaco

Ein Baum

Sturm am Monte Monaco

Interessantes Wetter am Monte Cofano

Sturm am Monte Monaco

Man könnte bis Palermo schauen

Über die alte Zufahrtstrasse des Steinbruchs

Denn das war damals eine der Reaktionen, als wir wissen wollten, ob der Bergpfad wohl schwer zu finden sei: „Schon, aber was wollt ihr denn überhaupt da oben. Da ist doch nichts.“ Stimmt. Oben auf dem Gipfel ist nichts – außer Gipfelglück, fantastische Aussicht und das bereichernde Gefühl, gerade etwas sinnfreies gut gemeistert zu haben. Ein Gipfelbuch lockt mittlerweile ebenfalls.
Und tatsächlich ist auch heutzutage der Anfang des Bergpfades noch immer ein bisschen versteckt. Jedoch helfen die Wanderschilder und verraten es, wenn man den richtigen Weg erwischt hat.
Den Gipfelsturm vom Dorf aus haben wir uns jedoch dieses Mal nicht vorgenommen. Heute  nehmen wir den einfacheren Weg auf den Berg. Der führt von der Ostseite aus über die holprige Zufahrtsstraße zum Marmorsteinbruch, der dicht unter dem Gipfel betrieben wurde. Mit dabei sind zwei Freunde, die sich heute vom Klettern erholen und stattdessen mit uns den Berg erklimmen.

Sturm am Monte Monaco

Das Gipfelkreuz kommt in Sicht

Sturm am Monte Monaco

Lichtspiel

Sturm am Monte Monaco

Gipfelaussicht

Sturm am Monte Monaco

Ganz oben

Wind und Regen

Regen und Wind im Wechsel sind angesagt. Bisher ist es trocken. Auf dem Weg nach oben braut sich jedoch einiges zusammen. Und unter uns tobt das Meer gegen die Cala Firriato.
Auf der Küstenstraße zwischen San Vito und dem Reservat Lo Zingaro stellen wir den Wagen auf den Wanderparkplatz, von dort weist das Schild des Italienischen Alpenvereins gen Berg. Zuerst in einzelnen Serpentinen und recht steil, dann etwas weniger anstrengend entlang des Wandfußes des Nachbargipfels gehen wir bergauf.
Früher fuhren hier die Lastwagen auf den Berg. Inzwischen ist es kaum noch vorstellbar, dass auf der löcherigen Schotterstraße ein Fahrzeug vorankäme.

Sturm am Monte Monaco

Down under – San Vito lo Capo

Sturm am Monte Monaco

Der Hafen

Sturm am Monte Monaco

Gipfelaussicht

Sturm am Monte Monaco

Wir haben uns nicht verlaufen

Sturm am Monte Monaco

Die Schotterstraße läuft hier oben auf einen Sattel zwischen den beiden Gipfeln zu. Den erreichen wir und wechseln von fast vollständiger Windstille in ein ausgemachtes Gebläse. Ich halte mich auf den Füßen, setzt einen Fuß vor den anderen, drohe umgeweht zu werden und werde vom Wind immer wieder zur Seite geschoben. Der Weg ist breit genug – ein Glück. Jedenfalls breit genug um von den Böen in eine Zick-Zack-Linie geschoben zu werden.
Einzelne Regentropfen treffen Hände und Gesicht, fühlen sich an, wie Nadelstiche. Oder sind es Hagelkörner? Das lässt sich schwer sagen. Ausgerechnet jetzt drohen auch schwarze Wolken vom Meer her. Ziehen sie vorbei? Auf ein Gewitter habe ich nämlich gar keine Lust.

Sturm am Monte Monaco

Auf dem Abstieg

Sturm am Monte Monaco

Der Monte Cofano und dahinter Erice

Sturm am Monte Monaco

Schönes Wetter sieht anders aus

Sturm am Monte Monaco

Sonne und Regen und ein Baum

Der Gipfel ist uns gnädig

Kurz vor dem Gipfel passieren wir den alten Steinbruch. Senkrecht sind neben dem Weg Schluchten in den Berg gesägt. Eine skurrile Anmutung. Hier endet auch die Schotterstraße, die letzten Meter steigen wir auf einem Bergpfad.
Dann kommt der Gipfel in den Blick. Der Himmel reißt auf. Der Wind lässt nach. Und sogar die Sonne lacht vom Himmel herab. Angekommen! Das nenne ich gutes Timing.

Sturm am Monte Monaco

Schon wieder ein Baum

Sturm am Monte Monaco

Ein letzter Blick zurück

Sturm am Monte Monaco

Cala Firriato