Rügen im Regen

Der erste Gedanke, bei Rügen als Urlaubsziel, ist der an endlose Kreideklippen. Dann natürlich ausgedehnte Buchenwälder und romantische Dörfer in Bäderarchitektur-Ästhetik. Weiter reicht mein Wissen noch nicht.
Um das zu ändern und weil allseits bekannt zu sein scheint, dass es nirgends an der deutschen Küste einen schöneren Flecken gibt, führt uns unsere Silvesterfahrt dieses Mal zu jener Ostseeinsel.

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd – mit Buskam-Findling

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Vielgestaltige Insel

Rügen ist, auf der Karte betrachtet, eher eine Ansammlung von Halbinseln, die, vom Meer und unzähligen Seen durchzogen, über schmale Landbrücken miteinander zusammenhängen. Dazu Hiddensee und Ummanz als wirkliche weitere Insel – wirkt spannend.

Bei unserer Ankunft empfängt uns erst einmal Regen und auch ein mäßiger Ostseesturm. Damit – so stellt sich schnell heraus – bleibt uns eine der großen Rügen-Attraktionen verwehrt: Die Kreideklippen.

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd – mit Findling

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Rügen im Regen

Wanderung zum Nordperd

Die Kreidefelsen machen sich rar

Am Strand entlang zu gehen, wenn Regenwetter die Klippen aufgeweicht oder gar ein Sturm loses Gestein weiter gelockert hat, wäre lebensgefährlich. Auch sind einige der schönsten Abschnitte des Hochuferweges gesperrt, von wo aus wir auf die Kreide hätten blicken können. Eine herbe Enttäuschung. Vielleicht gelingt ja aus der Ferne ein Blick? Wir werden sehen.

Rügen im Regen

Kreidefelsen bei Sassnitz aus der Ferne

Rügen im Regen

Das Leben klammert sich am Abgrund

Rügen im Regen

Buchenwald im Nationalpark

Rügen im Regen

„Klein Helgoland“ – Findling bei Sassnitz

Holzsteg in Sassnitz

Laubsägebarock und Seebrücken

Dann eben die Dörfer. Die sind tatsächlich romantisch. Besonders Sassnitz mit seinen weißen Häuschen im Laubsäge-Barock aber auch Schaprode im Westen hat seinen Charme. Dort ist es der eher ursprüngliche Dorfcharakter, Backsteinhäuser mit Reetdach. Und natürlich ist auch Sellin mit der außergewöhnlichen Seebrücke einen Ausflug wert. Nur schade, dass es in Strömen regnet. Wir retten uns ins nächste Gasthaus, Lokal, Café, in die nächste Räucherei und in die nächste Eisdiele, wann immer das möglich ist.

Rügen im Regen

Die Seebrücke von Sellin

Rügen im Regen

Die Seebrücke von Sellin

Rügen im Regen

Die Seebrücke von Sellin

Rügen im Regen

Die Seebrücke von Sellin

Rügen im Regen

Die Seebrücke von Sellin

Rügen im Regen, da locken die Cafes

In Göhren gibt es leckeren Kaffee und einen Fischimbiss mit frisch geräuchertem Heilbutt. Sellin hat ein gutes Fischlokal. Und Sassnitz mit Dahlmanns Bazar eines der gemütlichsten Cafés, das ich an der Ostküste gefunden habe. In Glowe sitzen wir unter historischem Spannbeton und löffeln Sanddorneis.

Immer wieder wird es heller, der Regen weniger stark. Und ist da nicht sogar ein Stückchen blauer Himmel in Richtung Horizont?

Unsere Wanderung zum Nordperd machen wir im Nieselregen. Die Ostsee wirkt sogar ein wenig türkis, na ja, oder doch eher grau-blau? Der dichte Buchenwald tropft leise vor sich hin. Die feuchten Wege federn sanft unter unseren Schritten. Immerhin erhitzt man beim Wandern so nicht zu schnell.

Rügen im Regen

Der Schwanenstein bei Lohme – Rügen

Rügen im Regen

Auf dem Hochuferweg bei Lohme

Rügen im Regen

Trübe Ostsee

Rügen im Regen

Der Hafen von Lohme

Rügen im Regen

Wasserfall

Hühnergötter und Bernstein

Waldreich ist es durchaus. Und groß ist die Insel. Allein die Küstenlänge beträgt über 570 km. Um zu den einzelnen Orten zu gelangen, nehmen wir das Auto. Dabei durchqueren wir dichtesten, tropfnassen und – wen wundert es im Winter – laubfreien Buchenwald. Im Sommer sieht das bestimmt super aus.

Nachdem wir an (klippenfernen) Kiesstränden entlanggelaufen sind, etliche Hühnergötter gesammelt haben, tatsächlich ein wenig Bernstein entdeckt und weitere Cafés und Kneipen zum Trocknen und Aufwärmen besucht haben, bleibt noch ein letzter Tag, um sich Hiddensee anzusehen.

Rügen im Regen

Vitte auf Hiddensee

Rügen im Regen

Kloster auf Hiddensee

Rügen im Regen

Der Leuchtturm und die Kiefer

Rügen im Regen

Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee

Rügen im Regen

Der Leuchtturm und die Kiefer

Auf nach Hiddensee

Der Tag beginnt, wie die anderen Tage auch begannen: nass, windig, kalt. Bis zur Fähre regnet es Bindfäden. An Bord bleibe ich gleich unter Deck, da ist es warm und trocken. Aber was ist das? Ein Regenbogen über Schaprode. Dann bricht die Sonne durch und wirft goldenes Licht auf die Küste unter dem bleigrauen Himmel.

Beim Anlegen verziehen sich die letzten Wölkchen und wir haben einen sonnigen Tag auf Hiddensee vor uns. Wer hätte das gedacht. Auch wenn es ungerecht ist: Damit wird mir Hiddensee wohl als die hübsche kleine Schwester von Rügen in Erinnerung bleiben. Und mein Lieblingslokal habe ich dort auch gefunden: Zum Enddorn in Grieben. Urgemütlich!

Rügen im Regen

Der Leuchtturm und die Kiefer

Rügen im Regen

Wolkenstimmung in Kloster

Rügen im Regen

Hiddensee bei Grieben

Rügen im Regen

Hiddensee bei Grieben – mit Leuchtturm Dornbusch

Rügen im Regen

Hiddensee bei Grieben

Rügen im Regen

Grieben auf Hiddensee

Epilog

Die Fähre zurück nach Rügen kommt nach Einbruch der Dunkelheit und bringt uns zurück nach Schaprode. Nach den ersten Schritten an Land verspüre ich einige Regentropfen. Dann setzt der Regen ein und lässt nicht mehr locker, bis wir am kommenden Tag abreisen. Rügen kenne ich jetzt – im Regen.

 

Infos:

Rügen
Mecklenburg-Vorpommern
Rügen aktiv
Weisse Flotte

Seebad Hiddensee
Mecklenburg-Vorpommern
Hiddensee-Touristik
Reederei Hiddensee

 

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