Brügge – Zu schön

Hast Du auch den Film von Martin McDonagh „Brügge sehen… und sterben?“ gesehen? Ich ja. Und natürlich wollte ich auch immer schon nach Brügge reisen. Es soll neben Lissabon die schönste Stadt Europas sein. Und nicht nur skrupellose Mörder werden bei dem Anblick der Stadt weich, sondern eigentlich alle. Das mit dem Sterben möchte ich jedoch erst einmal vermeiden.

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Brügger Spitze

Brügge - Zu schön

Auf dem Burgplatz

Der erste Eindruck täuscht

Jetzt liegt die Bahnfahrt hinter uns. Der Bahnhof von Brügge auch und wir stehen auf dem Platz zwischen Busbahnhof und Schnellstraße. Wenn nicht die Kirchtürme im Hintergrund wären, das Häusergewirr, dass sich von hier eher erahnen lässt als dass wir es wirklich sehen, wenn nicht die Ausläufer des Minnewater-Parks auf der anderen Straßenseite wären – Brügge wäre hier eher eine Enttäuschung.

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Duc de Bourgogne

Kostenlose Stadtrundfahrt

Aber das ist ungerecht. Denn die meisten Städte und Dörfer wirken rund um den Bahnhof nicht besonders einladend. Was jedoch sehr einladend wirkt und auch ist, das sind die kostenlosen Shuttle-Busse, die überall in der Innenstadt herumfahren.
Wir steigen einfach ein, der Busfahrer heißt uns sogar willkommen. Und  so kommen wir zu einer ersten Stadtrundfahrt. Spätestens jetzt ist Brügge schön – nein überwältigend schön!

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Sint Jans Hospital

Brügge - Zu schön

Sint Jans Hospital

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Stadthaus Brügge

Intakte Innenstadt

Irgendwo steigen wir aus, laufen ab hier durch die Gassen. Die allermeisten Häuser sind historisch, einige stammen aus dem Mittelalter. Brügges Innenstadt hat sich offensichtlich die Bausünden der restlichen europäischen Städte erspart. Ich schwelge, stelle mir vor, wie es hier vor hunderten von Jahren wohl ausgesehen hat. Wir laufen entlang der Grachten, über unzählige Brücken, vorbei an Kirchen, Klöstern und Museen.

Brügge - Zu schön

Huidenvettersplein

Brügge - Zu schön

Duc de Bourgogne

Brügge - Zu schön

Jan Van Eyckplein

Brügge - Zu schön

Jan Van Eyckplein

Brügge - Zu schön

In Brügge

Kaffeepause nach historischer Übersättigung

Und dann ist irgendwann der Speicher voll. Da, geradeaus, ein Haus mit Türmchen und Erkern. Und da hinten noch ein Haus mit Türmchen und Erkern. Und direkt daneben? Haus mit Türmchen und Erkern. Ich brauche eine Pause.
Und einen Kaffee. Das ist hier ja glücklicherweise kein Problem. Cafés gibt es an jeder Ecke, die meisten bieten handgefertigte Schokolade an. Bei unserem gibt es sogar eine Terrasse hinter dem Haus (mit Türmchen und Erkern), die auf eine der Grachten hinausgeht.

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Die Schwäne

Wunderbar, hier bleibe ich. Nachdem ich mich ein bisschen erholt habe, kann ich auch das Unterhaltungsprogramm zu meinen Füssen würdigen: Auf dem Wasser lassen sich Touristen in offenen Booten durch die Kanäle fahren. Es herrscht ein Betrieb, wie auf mancher Umgehungsstraße zum Feierabend.
Dazwischen die obligatorischen Schwäne. Die waren nicht wirklich ein Geschenk an die Stadt, sondern wurden den Brüggenern aufgenötigt, um sie zu verspotten. Um 1488 erdreisteten sich jene der Legende nach, den römisch-deutschen König gefangen zu nehmen. Der hatte zuvor die Steuern erhöht – kam scheinbar nicht gut an.
Die Rache nach seiner Befreiung war, einige der Verantwortlichen hinrichten zu lassen. Darunter jemand Namens Pierre Lanchals. Als Erinnerung für alle Brüggener sollten fortan „Langhälse“, also Schwäne in den Kanälen gehalten werden.

Brügge - Zu schön

Der Fischmarkt

Brügge - Zu schön

Die Schwäne

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Duc de Bourgogne

Im ruhigen Norden

Die Geschichte mag so stimmen. Jedenfalls freuen sich heutzutage all die Besucher mit Kamera. Mit Schwan im Vordergrund wirken die Bilder nochmal so gut. Und den anderen läuft – ob der Geschichte – ein wohliger Schauer über den Rücken.
Ich bin inzwischen wieder hergestellt, wir gehen also weiter auf Erkundungstour. Je weiter nach Norden wir gehen, umso weniger Trubel herrscht. Hier ist die Stadt fast leer. Wenn man mal von all den Häusern und Türmen und Erkern absieht.

Brügge - Zu schön

Die Burg

Brügge - Zu schön

Kaffeepause

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Jan Van Eyck Denkmal

Brügge - Zu schön

In Brügge

Ausklang im Restaurant

Dafür wird es aber auch immer schwerer, ein Lokal oder eine Friterie zu finden. Inzwischen habe ich Hunger. Und mittlerweile habe ich auch für heute endgültig genug von Gassen, Grachten und verschnörkelten Giebeln.
Es hilft nichts, wir müssen wohl zurück in Richtung Rathaus. Hier verlangt man saftige Preise. Dafür ist das Lokal gut.

Brügge - Zu schön

Blick auf die Burg

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Auf dem Marktplatz

Brügge – Zu schön

Ergo: Brügge ist viel zu groß, als dass man es an einem oder zwei Tagen erkunden könnte. Brügge ist – zumindest rund um das Rathaus – ziemlich überlaufen. Brügge ist ganz schön teuer. Und Brügge ist wirklich schön. Zu schön.

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Blick auf den Burgplatz

Brügge - Zu schön

In Brügge

Infos

Shuttlebusse
Samstags und an verkaufsoffenen Sonntagen 10:00-18:00, ca. alle 5 Min., wochentags 7:20-19:00, alle 20 Min., kostenlos.
Shuttlebus

Brügge-Infos
Visitbruges

Flandern-Infos
visitflanders

Brügge - Zu schön

Marktplatz

Brügge - Zu schön

Marktplatz

Brügge - Zu schön

Marktplatz

Brügge - Zu schön

In Brügge

Brügge - Zu schön

Unsere-Liebe-Frau-Kirche